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Ohne ZuwandererInnen gäbe es viele Branchen nicht mehr


Man denke nur an die Nahversorgung oder den traditionellen Schneiderberuf.

Ohne ZuwanderInnen gäbe es vielerorts keine Nahversorgung mehr. Und wahrscheinlich auch keine traditionellen Schneidergeschäfte. Daher ist es nur gerecht, wenn zugewanderte UnternehmerInnen nicht nur ihre unternehmerischen Leistungen erbringen und Steuern zahlen, sondern auch in Funktionen der Wirtschaftskammer gewählt werden können.
Seit vielen Jahren ist es dem SWV ein Anliegen, dass muttersprachliche Beratung in der Wirtschaftskammer angeboten wird und zugewanderte UnternehmerInnen jenen Stellenwert bekommen, der ihnen seit langem zusteht. Christoph Matznetter: „Zugewanderte UnternehmerInnen haben mittlerweile alle Branchen erobert, und das ist gut so! Sie zahlen Steuern, beschäftigen MitarbeiterInnen, bilden Lehrlinge aus und tragen erheblich zur Wertschöpfung in unserem Land bei. Einen so wichtigen Teil der Wirtschaft können wir nicht systematisch diskriminieren. Wer gleiche Pflichten hat, der muss auch die gleichen Rechte bekommen!“


Auch wenn die Wirtschaftskammer nach und nach die langjährigen Forderungen des SWV umsetzt, so verweigert sie doch den zugewanderten Selbstständigen seit Jahrzehnten das Recht auf ihre eigene  Interessensvertretung in der Wirtschaftskammer – also auf das passive Wahlrecht –, wenn sie nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Christoph Matznetter: „Das ist ein Skandal und nicht haltbar. Jene Gruppe muss doch das Recht haben, sich ihre Vertreter selbst wählen zu dürfen! Doch auch in anderen Bereichen müssen wir mehr für migrantische UnternehmerInnen tun: Mehr muttersprachliche Beratung, ein verbessertes Mentoring-System und Erleichterungen bei der Anerkennung von Diplomen und Zertifikaten sind dringen notwendig!“

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